Produktlinie
Ajax Baseline – professionelle Grundlösungen für den Einbruchschutz
Baseline umfasst professionelle Grundlösungen für unterschiedliche Sicherheitsanforderungen. Beim Einbruchschutz liegt der Schwerpunkt auf drahtlosen Jeweller-Komponenten.
Einordnung
Was Baseline ist – und was nicht
Baseline ist eine Produktlinie, keine Ausbaustufe und kein vorkonfiguriertes Bündel. Die Linie umfasst professionelle Grundlösungen für unterschiedliche Sicherheitsanforderungen. Beim Einbruchschutz liegt der Schwerpunkt auf drahtlosen Jeweller-Komponenten: Zentrale, Öffnungsmelder, Bewegungsmelder, Glasbruchmelder, Signalgeber, Bedienelemente und Zusatzmelder für Wasser oder Rauch. Die Produktlinie eignet sich unter anderem für Wohnungen, Einfamilienhäuser, Büros, Praxen und kleinere Gewerbeobjekte, wenn Funkarchitektur, Schutzbedarf und gewünschte Funktionen dazu passen.
Diese Einschränkung ist wichtig: Ob Baseline im konkreten Fall geeignet ist, entscheidet nicht die Objektgröße allein. Ein kompaktes Objekt mit Stahlbetonkernen, weit auseinanderliegenden Nebengebäuden oder besonderen Anforderungen an Sabotageschutz kann eine andere Systemarchitektur verlangen. Umgekehrt kann ein größeres, aber funktechnisch unkompliziertes Objekt mit Baseline-Komponenten sinnvoll ausgestattet werden.
Wir prüfen deshalb vor jeder Empfehlung drei Dinge: den Schutzbedarf, der sich aus Nutzung, Werten und Risikoeinschätzung ergibt; die Funkarchitektur, also Reichweiten, Dämpfung und mögliche Störquellen; und die gewünschten Funktionen, etwa Bereichsschaltung, Anwesenheitsschutz, Fotoverifikation oder Anbindung an eine Leitstelle.
Komponenten
Typische Bausteine einer Baseline-Installation
Die konkrete Zusammenstellung ergibt sich aus der Objektplanung – die folgenden Elemente kommen dabei besonders häufig vor.




Zentrale
Die Zentrale verwaltet alle Melder, wertet Ereignisse aus, steuert Signalgeber und übernimmt die Kommunikation nach außen – üblicherweise über mehrere Wege wie Ethernet und Mobilfunk.
Öffnungsmelder
Melden das Öffnen von Türen, Fenstern und Toren und bilden damit die früheste Meldeebene. Ergänzend erkennen manche Varianten Erschütterung oder Neigung.
Bewegungsmelder
Überwachen Räume und Durchgangsbereiche. Ausführung und Montagehöhe entscheiden über Erfassungsbereich und Unempfindlichkeit gegenüber Haustieren.
Melder mit Fotoverifikation
Erzeugen bei Auslösung eine Bildserie, mit der sich eine Meldung schneller bewerten lässt – hilfreich, um unnötige Einsätze zu vermeiden.
Signalgeber
Innen- und Außensirenen wirken abschreckend und lenken Aufmerksamkeit. Lautstärke, Position und Betriebsdauer werden an die Umgebung angepasst.
Bedienung
Bedienteile, Funkschlüssel und App-Bedienung. Für mehrere Nutzer werden individuelle Rechte und nachvollziehbare Protokolle eingerichtet.
Praxis
Wie eine Baseline-Planung abläuft
Am Anfang steht die Frage, welche Bereiche wie geschützt werden sollen. In den meisten Wohnobjekten kombinieren wir Außenhautüberwachung an den erreichbaren Öffnungen mit Bewegungsmeldern in zentralen Durchgangsbereichen. Dadurch entsteht eine gestaffelte Meldekette: Zuerst meldet der Öffnungskontakt, danach der Bewegungsmelder im angrenzenden Raum. Diese Staffelung erleichtert später die Bewertung eines Ereignisses, weil sich der Weg im Objekt nachvollziehen lässt.
Anschließend legen wir die Zentrale fest. Ihr Standort ist wichtiger, als viele annehmen: Er sollte funktechnisch günstig, geschützt gegen schnellen Zugriff und mit Strom sowie möglichst mit Netzwerk versorgt sein. Danach folgt die Funkplanung. Wir prüfen für jede geplante Melderposition die Verbindungsqualität und entscheiden, ob ein Signalverstärker sinnvoll ist. Erst dann steht die Stückliste.
Bei der Konfiguration geht es um Details, die im Alltag den Unterschied machen: Wie lange darf der Weg vom Eingang zum Bedienteil dauern? Welche Melder bleiben im Anwesenheitsmodus aktiv? Wer erhält welche Benachrichtigung, und in welcher Reihenfolge? Was passiert bei Netzausfall oder gestörter Verbindung? Diese Einstellungen dokumentieren wir, damit sie später nachvollziehbar bleiben.
Zum Abschluss werden alle Melder ausgelöst und geprüft, Sabotagekontakte getestet, Benachrichtigungswege verifiziert und die Bedienung gemeinsam geübt. Sie erhalten eine Übersicht der Melderpositionen, der eingerichteten Nutzer und der Benachrichtigungswege.
Grenzen ehrlich benennen
Auch eine sorgfältig geplante Funkanlage hat Grenzen. Sie ersetzt keine mechanische Sicherung: Ein Fenster, das sich in Sekunden aufhebeln lässt, bleibt eine Schwachstelle – die Anlage meldet den Vorgang, verhindert ihn aber nicht. Ebenso hängt der Nutzen einer Meldung davon ab, dass jemand darauf reagieren kann.
Wir empfehlen deshalb regelmäßig, mechanische Nachrüstung und Meldetechnik gemeinsam zu betrachten.
Normbezug prüfen, nicht behaupten
Viele Baseline-Komponenten sind nach Herstellerangaben für Anwendungen nach EN 50131 Grade 2 vorgesehen. Daraus folgt nicht, dass jede Baseline-Installation automatisch normkonform ist: Entscheidend sind Geräteauswahl, Architektur, Konfiguration, Übertragungswege und Dokumentation.
Was das konkret bedeutet, erläutern wir auf der Seite Normen und Zertifizierungen.
Betrieb
Was nach der Installation wichtig bleibt
Eine Alarmanlage ist ein System, das mitwächst. Nutzungsänderungen – ein neues Arbeitszimmer, ein Anbau, ein Wechsel der Bewohner oder Mitarbeitenden – wirken sich auf Bereiche, Rechte und Melderpositionen aus. Wir empfehlen, solche Änderungen zeitnah nachzuziehen, damit die Anlage im Alltag genutzt statt umgangen wird.
Hinzu kommen wiederkehrende Aufgaben: Batteriezustände im Blick behalten, Meldungen zu Verbindungsqualität ernst nehmen, Firmware aktuell halten und die Funktion der Benachrichtigungswege gelegentlich testen. Für Gewerbeobjekte vereinbaren wir dafür feste Intervalle mit dokumentierter Prüfung.
Passt Baseline zu Ihrem Objekt?
Wir prüfen Schutzbedarf, Funkarchitektur und gewünschte Funktionen und sagen Ihnen offen, wenn eine andere Systemarchitektur sinnvoller ist.